Über Rudolf Berrenrath
Rudolf Berrenrath erinnert sich: „Meine Leidenschaft für Mineralien hat mich ganz zufällig gepackt. Wir waren im Familienurlaub im Bregenzerwald, als mir ein Bergkamerad einige eckige, goldfarbene Würfel und Bergkristallspitzen zeigte. Das war der Anfang.“ Die Neugierde war geweckt, und noch im gleichen Urlaub machte er sich in ausgebeuteten Klüften auf die Suche nach Kristallgruppen und Doppelendern. Das war der Beginn seiner Sammlung.
Interessiert hat ihn allerdings nicht nur die mit bloßem Auge erkennbare Oberfläche der Mineralien, sondern auch die kleinen Kristallwelten, die nur durch das Mikroskop zu sehen sind und den Zugang zu einer ganz anderen Welt eröffnen. Von seinem Wohnsitz in Köln aus waren die Steinbrüche und Halden im Bergischen Land und im Sauerland seine bevorzugten Sammelreviere. Aber auch im Ausland, zum Beispiel in Norwegen und in der Türkei, war er fleißig am Sammeln.
Ein großer Teil der über 6.800 Sammlungsstücke wurde von ihm selbst gefunden. Aber auch auf Tauschtagen und Börsen war er aktiv, um die Sammlung zu erweitern und um Kontakte mit Freunden und Gleichgesinnten zu pflegen.
Im Frühjahr 2019 musste er sich im Alter von 87 Jahren von seiner Sammlung trennen. Er vermachte sie als großzügige Spende den Münchener Micromountern, damit sie als Bestandteil der Lithothek zumindest in repräsentativen Teilen weiterlebt.