In eigenen Worten
Ich fing schon früh mit dem Sammeln von Mineralien an. In einem Jugendjahrbuch fand ich eine Anleitung zum Selberzüchten von Kristallen. Das Ergebnis meiner eigenen Versuche war ein schöner Alaunkristall – ich war begeistert. Später fand ich auf Ausstellungen, die keine Mineralienmessen waren, zwischen den gezeigten Objekten einige kleinere Mineralstufen, die ich erwerben konnte oder mir schenken ließ. Danach schlief das Interesse ein; andere Prioritäten wie Beruf und Familie waren wichtiger.
Im Jahr 1980 besuchte ich einen Geologievortrag an der Volkshochschule. Dort lernte ich meinen Freund Olaf Spranger kennen. Wir verabredeten uns zu einer gemeinsamen Sammelexkursion ins Fichtelgebirge, und seit dieser Zeit sind wir jedes Jahr viele Male zum Sammeln nach Nordbayern gefahren. Ich lernte Bayern kennen, viele Fundstellen und allmählich auch die Mineralien der steinreichen Ecke meiner Heimat. Ich kaufte mir Bücher zum Thema, ein Mikroskop, eine Steinpresse und alles, was sonst noch zur Ausrüstung eines Mineraliensammlers gehört.
Ich begann, regelmäßig Mineralienmessen zu besuchen. Auf den Münchener Mineralientagen 1990 bekam ich eine Einladung zu den Vortragsveranstaltungen der GMI (Geologisch-Mineralogische Interessengemeinschaft). Auf diesem Weg kam ich auch in Kontakt mit den Münchener Mineralienfreunden. Seit 1991 bin ich Mitglied bei der GMI, seit 1994 auch bei den Münchener Mineralienfreunden, wo ich im Mai 1996 das Amt des Bibliothekars übernahm.
Um das Jahr 1992 erfuhr ich von einem Tauschtag, den ein Vereinsmitglied organisiert hatte. Ich ging hin und lernte dabei die Organisatorin Dorothea Kulicke kennen, die damals schon Mitglied der Arbeitsgruppe Micromounter war. Seit dieser Zeit bin ich festes Mitglied der Micromounter-Gruppe.
Seit ich 1997 aus dem Berufsleben ausgeschieden bin, ist der Stellenwert des Mineraliensammelns in meinem Leben deutlich gestiegen. Im Jahr 1998 habe ich aufgrund einer Krankheit mein linkes Bein verloren. Es schien, als ob meine Liebe zum Sammeln einen herben Rückschlag erleiden würde. Dem war aber nicht so: Bei meinen Mineralienfreunden fand ich Rückhalt und Unterstützung. Sie halfen mir dabei, das Sammeln auf eine neue Grundlage zu stellen.
Heute gehöre ich zu den aktivsten Mitgliedern der Gruppe. Ich versäume nach Möglichkeit keinen Gruppenabend und nehme, wenn irgend möglich, an den Exkursionen teil. Ich arbeite gerne am Stand unserer Arbeitsgruppe auf den Münchener Mineralientagen mit und bin bei der Gestaltung und dem Aufbau unserer Lithothek aktiv dabei.