In eigenen Worten
Das Interesse am Mineraliensammeln wurde 1981 bei einem Familienurlaub in Bramberg geweckt. Bei Bergtouren in den Tauern haben wir erste kleine Bergkristalle gefunden. Bei einer Wanderung auf dem Erfurter Weg im Rauriser Tal trafen wir zwei „Stoasucher“, die mit Rucksäcken voller Quarzstufen aus der Sonnblick-Nordwand kamen. Sie schenkten den Kindern je einen Bergkristall von fünf bis acht Zentimetern. Außerdem fanden wir im Kluftsand der vielen offenen Klüfte am Erfurter Weg die ersten Anatase.
Ich suchte jemanden, der einem Anfänger helfen konnte, und lernte den Salzburger Micromounter Alois Bader kennen. Da dieser keinen eigenen Pkw hatte, war er froh, wenn er mit jemandem Sammeltouren unternehmen konnte. Vor allem interessierten uns damals der Hopffeldboden, das Gasteinertal, Rauris und das Lammertal.
Von nun an war ich mit dem „Virus“ Mineraliensammeln infiziert. Mein bisheriges Hobby Modelleisenbahn wurde aufgegeben, der Eisenbahnkeller wurde zum Mineralienkeller. Nach und nach wurden Literatur und die erforderliche Ausrüstung angeschafft: Mikroskop, Kaltlichtleuchte, Spalter, UV-Lampe und diverse Meißel und Hämmer.
Am Anfang wurde querbeet alles gesammelt. Inzwischen beschränke ich mich auf Deutschland und Österreich. Meine Hauptsammelgebiete sind Leogang, Brixlegg, die Tauerntäler, Bayern, das Lahn-Dill-Gebiet und das Siegerland. Da ich mehr Wert auf ästhetisch schöne Stufen lege als auf Vollständigkeit, bin ich kein Systematiksammler.