Über Fritz Schreiber
Fritz Schreiber wurde 1947 in Schwechat bei Wien geboren, wo er zeitlebens wohnte. Er war verheiratet und hatte einen Sohn, durch den er zum Sammeln gekommen ist. Auch große Teile seines Berufslebens verbrachte er in Schwechat, wo er für alle technischen Angelegenheiten der dortigen Körnerhalle verantwortlich war. Seit 2007 war er pensioniert und hatte Zeit für seine Hobbys. Einen zentralen Platz nahm dabei das Mineraliensammeln ein, gepaart mit großer Freude an Orchideen.
Seine besondere Liebe galt dem Fundgebiet Lavrion in Griechenland – nicht nur den Mineralien in den alten Stollen und auf den Halden, sondern auch den vielfältigen Schlackenmineralien entlang der Mittelmeerküste. Viele Wochen im Jahr verbrachte Fritz mit seiner Frau Inge in dieser zweiten Heimat, wo sie gerne mit griechischen Freunden zusammen waren. Freunde von zu Hause besuchten sie dort, gingen mit Fritz zum Sammeln und profitierten von seiner profunden Kenntnis der antiken Stollenlabyrinthe.
Neben den lauriotischen Mineralien interessierte er sich auch für Schlackenmineralien anderer Herkunft und für Micromounts ganz allgemein – unter der Voraussetzung, dass sie seinen ästhetischen Vorstellungen entsprachen.
Neben der Freude an den Mineralien selbst schätzte er die aus dem Sammeln resultierenden Kontakte mit Freunden und Gleichgesinnten. Diese Kontaktfreudigkeit zeigte sich auch am jährlichen Micromounter-Tauschtag, den Fritz in Schwechat organisierte. Er stand in ständigem Kontakt nicht nur mit seinen Sammlerfreunden, sondern auch mit Wissenschaftlern, die sich der Mineralogie verschrieben haben; hier ist vor allem die Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum in Wien zu nennen.
In seinen späteren Jahren begann er verstärkt, seine Micromounts auch fotografisch zu dokumentieren. Wie viele Mineraliensammler hatte auch Fritz manchmal Probleme mit der Entscheidung, ob er Mineralien oder Orchideen fotografieren sollte.